Post von United4Rescue

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Es umkreist die Ocean Viking. Zunächst beobachten maskierte Männer das Rettungsschiff. Über Funk beleidigen und bedrohen sie die Schiffsbesatzung – und greifen dann aus nächster Nähe an. Ohne Vorwarnung fällt ein erster Schuss, dann ein zweiter. Es folgt eine ganze Salve wie aus einem Maschinengewehr. Schüsse, die auf die Brücke des Schiffs zielen. Mindestens 20 Minuten lang stehen alle Menschen an Bord der Ocean Viking unter Beschuss. 

Erleichterung nach dem Beschuss: Die gesamte Schiffsbesatzung und die 87 geretteten Menschen blieben körperlich unverletzt, weil sie schnell genug in Deckung gehen konnten. Doch der Schock und die Todesangst sitzen tief.
Die Ocean Viking selbst wurde stark beschädigt: Rund 100 Einschusslöcher, geborstene Fenster, kaputte Funk-Antennen, zerstörte Schnellboote und andere wichtige Rettungsausrüstung. „Sie haben strategische Punkte getroffen, um weitere Rettungen zu verhindern – doch vor allem haben sie versucht, uns zu töten.” schreibt ein Crew-Mitglied der Ocean Viking später. Der vorsätzliche und bislang beispiellose Angriff auf die Ocean Viking ist in Videoaufnahmen dokumentiert. Sie zeigen: Jegliche Unterstützung der italienischen Behörden blieb aus, obwohl das Schiff einen Notruf absetzte und mehrfach um Hilfe bat. Dieser Angriff markiert eine neue Eskalationsstufe in der massiven Behinderung und Bedrohung der humanitären Arbeit auf dem zentralen Mittelmeer!
Seit Jahren erleben wir, wie die EU-Staatengemeinschaft auf Abschottung und Abschreckung setzt. Dabei arbeitet sie mit der sogenannten libyschen Küstenwache zusammen. Hinter dieser stecken libysche Milizen, die Menschenrechte verletzen, das internationale Seerecht missachten, brutale Pullbacks vornehmen und Rettungsschiffe angreifen.

Trotz alledem werden diese libyschen Milizen von der EU finanziert, um Europas Grenzen zu „schützen”. So wurde das Patrouillenboot, das die Ocean Viking am 24. August angriff, im Rahmen eines EU-Programms finanziert und von Italien an Libyen üDer Angriff auf die Ocean Viking muss Konsequenzen haben. Die europäische Kooperation mit Libyen muss spätestens jetzt sofort eingestellt werden. SOS Méditerranée hat zudem bereits Strafanzeige bei der italienischen Staatsanwaltschaft erstattet mit dem Ziel, alle Verantwortlichen vor Gericht zu bringen.  

Seenotrettung ist kein Verbrechen – sie ist Pflicht
Die zivile Seenotrettung braucht mehr denn je zivilgesellschaftlichen Rückhalt und Unterstützung. Die Rettungsschiffe stehen wortwörtlich unter Beschuss. Mit einer Spende kannst du dazu beitragen, die lebensrettende Arbeit der zivilen Flotte zu unterstützen und ein Zeichen für Menschlichkeit setzen.

Humanitäre Hilfe darf nicht schutzlos lebensgefährlichen Angriffen ausgeliefert werden. Hilfsorganisationen müssen ihren Auftrag ungehindert erfüllen können. Dafür setzen wir uns als United4Rescue ein und stehen weiterhin solidarisch an der Seite der zivilen Seenotrettung.

Danke, dass du mit an Bord bist!
Dein Team von United4Rescue

 

Als Bündnispartner von united4rescue unterstützen wir als Gemeinde die Organisation zur Rettung schiffbrüchiger Flüchtender u.a. mit einer jährlichen Kollektensammlung und geben regelmäßig die neusten Infos weiter, die uns per Mail erreichen.

Alle Informationen von united4rescue finden Sie hier: Spenden und Helfen | United4Rescue

Spendenkonto: United4Rescue - Gemeinsam Retten e.V. IBAN: DE93 1006 1006 1111 1111 93 BIC: GENODED1KDB Bank für Kirche und Diakonie eG - KD-Bank  

Beschaffungsordnung der Kirchengemeinde

In seiner Sitzung im Februar 2024 hat das Presbyterium einer erneuerten Beschaffungsordnung zugestimmt, die vorsieht, dass wir bei allen Einkäufen für die Kirchengemeinde auf Umweltverträglichkeit (bio und/oder regional) und faire Herstellung (z.B. Fairtrade Siegel) achten.
Die Beschaffungsordnung muss noch ein wenig in Form gebracht werden und wird demnächst auch auf dieser Seite zu finden sein.
Hinweise nehmen wir gern entgegen. Wer selbst etwas für die Kirchengemeinde (beispielsweise für geplante Veranstaltungen) einkaufen möchte, kann sich beim Grünen Hahn genauere Infos holen.
Bei der Christlichen Initiative Romero gibt es ein Heftchen, in dem die unterschiedlichen Siegel für faire Produkte erklärt werden. Im Gemeindebüro liegen einige davon aus.

Aktionen von Amnesty International

Einsatz für Menschenrechte lohnt sich

Am 10. Dezember 2023 war es 75 Jahre her, dass die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte (AEMR) von der Generalversammlung der Vereinten Nationen verabschiedet wurde. Leider gibt es nach wie vor viele Länder, in denen die Menschenrechte mit Füßen getreten werden. Die dortigen Machthaber inhaftieren oft Menschen willkürlich und nicht selten kommt es zu Folterungen.

Amnesty International hat es sich zur Aufgabe gemacht, die Menschenrechtsverletzungen weltweit zu dokumentieren und die Öffentlichkeit darauf aufmerksam zu machen.
Dabei hat Amnesty mit Unterschriftenaktionen schon häufig erreicht, dass Regierungen eingelenkt haben, weil ihnen die internationale Aufmerksamkeit zu groß wurde. Nicht selten kamen die Inhaftierten wieder frei.

Im Herbst 2023 wurde in unserem Presbyterium darüber beraten, ob auch im Namen unserer Ev. Kirchengemeinde in Hiltrup-Amelsbüren, Unterschriften für die Interessen von willkürlich inhaftierten Menschen gesammelt werden können. Das Presbyterium hat dem zugestimmt. Dafür bin ich sehr dankbar.

Nun sammle ich einmal monatlich nach dem Gottesdienst Unterschriften für verschiedene, unter Menschenrechtsverletzungen leidende, inhaftierte Menschen. Die Amnesty-Gruppe Münster unterstützt uns dabei durch Vorschläge. Im Februar haben wir uns beispielsweise für zwei Bildungsaktivisten in Afghanistan eingesetzt, die dort willkürlich in Haft kamen, obwohl sie sich an die afghanischen Gesetzte gehalten haben. Durch unsere Unterschriften an die zuständigen Behörden hoffen wir, den öffentlichen Druck so weit zu erhöhen, dass die Regierung auch hier einlenkt.

Ich freue mich, dass ich aus unserer Kirchengemeinde in den letzten Monaten schon viele Unterschriften für solche Amnesty-Aktionen erhalten habe. Wenn Sie Fragen haben oder mich unterstützen möchten, sprechen Sie mich gerne an.

Fokke Bohlsen

PS: Auch unsere Unterschriften haben zu den Erfolgen von amnesty international beigetragen: https://www.amnesty.de/mitmachen/unsere-erfolge

 

Post aus Firozabad

Unsere indische Partnerorganisation hat uns einen Bericht über die laufende Arbeit des Schulprojektes in Firozabad geschickt. Hier ist der Bericht: Habibganj_Report_dec_23_to_nov_24_With_Photo_-_dt.pdf
Im Frühjahr wird auch Kinderrechtsexperte Benjamin Pütter die Schule wieder besuchen und uns im Herbst selbst berichten. Derzeit lernen 96 Kinder - Mädchen und Jungen - in der von uns finanzierten Einrichtung. In diesem Jahr finanzieren wir das Projekt mit einem Betrag von ca. 5500 €.
Wir danken herzlich allen Spender*innen!